
Letztens hab ich einen Ausflug auf die Sonnenseite der Insel gemacht. Ich war des Regens leid und wollte ausserdem die Delfine sehen. Leider waren die schon schlafen, als ich ankam. Aber dieses WE werde ich es nochmal probieren. Naja, stattdessen bin ich eben geschnorchelt und auf dem Riff rumgeklettert. Ihr seht hier eine (wie ich finde schoene)Aufnahme von einem Bleistift-Seeigel und einer Seegurke friedlich vereint. Kaum zu glauben, beide gehoeren der Klasse der Stachelhaeuter an. Was bei den

Seegurken im Laufe der Evolution mit den Stacheln passiert ist, weiss ich auch nicht..Jedenfalls sind die Seegurken irgendwie seltsam. Die wenigsten sind giftig, aber ich trau mich trotzdem nicht, sie anzufassen. In einigen asiatischen Laendern werden sie als Trockendelikatesse gehandelt und in Suppen verarbeitet. Kurz darauf fuhren wir zum Sternekucken auf den Mauna Kea (Weisser Berg). Auf 4200 m Sterne kucken. Der Mauna Kea beherbergt ein ganze Anzahl von Observatorien. Ich hatte ja schon mal geschrieben, das es auf ganz Big Island spezielle

Strassenbeleuchtung gibt in ornage, damit die Lichtverschmutzung in Grenzen gehalten wird. Die Auffahrt war herrlich, denn ausnahmsweise hat es kaum geregnet und man konnte die Landschaft bewundern, waehrend man ueber die Wolkengrenze fuhr. Toll. Aehnlich wie in Chile war ich wieder erstaunt, wie bei hohen, kargen Bergen die Dimensionen verschwimmen. Man kann dann nicht mehr abschaeten, ob es bis zum naechsten Huegel 20 min oder 2 Stunden sind.

Irre. J hatte uns sein Allradauto geliehen, was einem auf den Schotterpisten gegen Ende ein gutes Gefuehl gibt. Man kennt es ja aus Filmen, und da sieht es auch immer sehr lustig aus, wenn der Fahrer aussteigt weil es unter der Motorhaube qualmt. Was soll ich sagen, in echt ist es nur halb so lustig. Besonders, wenn das Auto nur geliehen ist. Wir hatten schon kurz vor dem Gipfel einen brenzligen Greuch bemerkt, konnten ihn uns aber nicht erklaeren und haben beschlossen, dass er von draussen kommen muss. Bei genauerer Ueberlegung auf einem 4000m-Berg,

der unbewohnt ist, recht unwahrscheinlich. Kaum auf dem Gipfelparkplatz angekommen mussten wir dann aber die Motorhaube aufreissen. Qualm und beissender Gestank. Da bekommt man schon leichte Panik. Es ist ja eher zweifelhaft, ob es die ADAC-Engel noch schnell vor Sonnenuntergang auf 4000m schaffen..Und wenn die Sonne weg ist, ist es SEHR kalt. Ein freundlicher Herr warf dann einen Blick drauf und hatte das Ganze schnell als eine geschmolzene Plasteverkleidung identifiziert. Wir haben das dann mit Schnee runtergekuehlt.

Mir ist bis heute nicht ganz klar, warum das Ding weggeschmolzen ist. Aber wir haben es heile wir nach Hause gschafft. Der Sonnenuntergang war huebsch, die Sterne hatte ich ehrlich gesagt schon besser gesehen. Naja, ich will nicht jammern, haha. Ganz lustig waren auch die Japanergruppen anzusehen, die wie wild fuer "verrueckte" Fotos posiert haben.
So, heute ist Thanks Giving. Bevor es Tofurkey gibt (Truthahn aus Tofu), werd ich nochmal schoen surfen gehen.
Aloha,
Eva
3 Kommentare:
Wie ist das mit der Luft auf über 4000 Meter? Merkt man das überhaupt?
Ansonsten weiterhin schöne Ausflüge und bergab immer schön den Motor bremsen lassen! :)
LG. M
mann, klingt nach abenteuerreise schlechthin. mir wäre sicher auch das herz stehen geblieben da oben. aber wie es immer so ist, irgendwie kommt meist doch alles von allein wieder ins lot.
p.s. die seegurke würde ich glatt mal probieren wollen. die ungiftige wohlgemerkt ;-)
@Markus: Eigentlich merkt man die duenne Luft ziemlich deutlich. Kopfschmerzen und deutliche Denkverlangsamung (wie heiss ich nochmal?). Bei mir ging's diesmal. Meine Fuesse haben mich aber ein bisschen stolperig durch die Gegend getragen.
@Schubi: ja, meistens wird alles gut. Aber sind auch schon genuegend Leute abgestuerzt, denn die Schotterstrassen sind meist ungesichert und gehen tiiiieeef runter..
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