Mittwoch, 7. Oktober 2009

Aloha! Ja, wie isses denn nun auf Hawaii, werd ich immer gefragt. Schoen isses! Wie mein Opa schon vermutet, wurde ich quasi als "Einheimische" (haha) empfangen. Klingt zwar komisch, aber so viel Neues gibt es erstmal fuer mich gar nicht. Mein Leben hier verlaeuft also sozusagen in angenehmen gewohnten Bahnen. Das erste Bild zeigt den morgendlichen Ausblick von der Terasse. Nicht uebel, was? Das Meer hat sich inzwischen etwas beruhigt und gestern hatte ich eine richtig tolle Surfsession!! Ich bin
fleissig gepaddelt und habe eine ganz ordentliche Anzahl von Wellen abgestaubt. Kein Sturz dabei, kein Waschgang, alles ganz gelassen. Wirklich klasse. Die Wellen sind sehr huebsch von einer Seite zur anderen gerollt, so dass ich richt lange "cruisen" konnte. Ist schon toll, wenn man die Wasserwand neben sich sieht waehrend man die Welle entlang reitet. Schulterhoch waren sie ungefaehr. Das mag laecherlich klingen, aber liegt ihr erstmal auf dem Brett! Ich sag es euch, da bleibt ein leichtes
Herzklopfen beim Anblick der Wassermassen nicht aus. Wie ueblich taucht immer mal die ein oder andere Schildkroete neben einem auf, um nach Luft zu schnappen. Manchmal erschrecken sie einen beim ans Ufer klettern. Die Panzer sind von oben nicht von den Steinen zu unterscheiden, und so kann es sein, dass der Stein, auf den man gerade treten will, ploetzlich wegschwimmt.
In der Daemmerung sieht man dann sogar Fledermaeuse umherflattern. Fast ein bisschen wie in Mannheim...haha. Fuer mich ist es aber besser, wenn ich mit meinen schlechten Augen bei Daemmerlicht an Lande paddel.Letztens haette ich schwoeren koennen, ich haette einen haarigen Kopf in den Wellen treiben sehen. Aehmmm - war dann doch wohl eine Kokosnuss.Ich moechte euch auch an den kulinarischen Freuden hier teilhaben lassen! K.s Eltern haben eine Farm, weshablb wir in den Genuss unzaehliger Avocados, Paprikas und Aubergingen kommen. Keine optische Verzerrung auf dem Bild, dieses Avocado haette auch gut als (ovale) Bowlingkugel durchgehen koennen.
Letztens gab es ein kleines kulinarisches Experiment - wir haben Tarochips gemacht. So weit, so gut. Taro ist eine im polynesischen und asiatischen Raum weit verbreitete Staerkeknolle. Kleiner Haken dabei: Blaetter und Knollen enthalten (unter anderem) feinkristalline Oxalsaeurenadeln. Ist im Prinzip nicht herausragend giftig, sorgt aber bei mangelhafter Entfernung fuer einen Abgang wie Glaswolle im Hals..Naja. eine Viertelstunde nach Verzehr der Chips liess das kratzende Gefuehl langsam nach.
Falls ihr mal wieder an einer Bananenstaude vorbeischlaendert und euch fragt: Mist, ich weiss nie, wannn der richtige Erntezeitpunkt ist! Das Buendel hier ist gerade richtig. Die Bananen reifen dann ziemlich schnell und geben gute Snacks fuer unterwegs ab. Wir haben das Ding hier gewogen: stolze 20.5 Kg und die waren innerhalb einer Woche verputzt. Morgen ist das naechste Buendel dran.

Aloha und viele Gruesse,

E.

3 Kommentare:

meerblickzimmer hat gesagt…

Mensch Eva. Man soll doch vor dem Schwimmen gehen nicht soviel Essen! Hat dir das niemand beigebracht? Da ist mehr nur schwer und geht leichter unter. Tsss. ;)

Schön hier zu lesen und der Ausblick ist traumhaft. Überhaupt wirkt alles so ruhig, ausgeglichen und warm, so richtig Traumhaft. LG aus dem immer kälter werdenen Norwegen! M :)

Anonym hat gesagt…

Liebe Pezinho! Das freut mich, dass du gut angekommen bist! Hier ist es mittlerweile echt herbstlich. Ich freue mich über die vielen bunten Farben auf deiner Seite und wünsche mir, dich mal kurz besuchen zu kommen! ;) Naja, wenns nicht Hawaii wird, dann eben nächstes Jahr Braunschweig! Fühl dich gedrückt von Dani

Unknown hat gesagt…

Evita! Jaja, Hawai, Hawai ...

Hier ist es auch voll toll: Heute regnet es nicht und die Autos waren heute morgen gar nicht vereist.

Ach Mennnnnsch, Evalein! Da kannste ja gar nicht zu unserer Fete am nächsten Freitag kommen :(

Sonst alles paletti in Berzig.

Alles Liebe, bis bald
David