Dienstag, 31. März 2009

Exkurs (Uninteressierte bitte weiterklicken)


Hi P., so this is what your buddies are up to in Puerto Escondido. This particular wave wasn't huge but still pretty powerful. The bigger ones I saw where maybe a head and a half, beautiful barrels.
Aloha nui loa,
Eva

Samstag, 28. März 2009

San Cristobal las Casas y Palenque

Hallo ihr Lieben, hier nun ein Rueckblick auf San Cristobal. Eine quirlige Stadt in Chiapas, die schoenste Stadt bisher. Es ist einfach viel los und alles bunt gemixt. Indigenafrauen bieten alles Moegliche auf der Strasse feil. Schmuck, Tuecher, Lederwaren. Man darf annehmen, dass einiges aus Guatemala stammt. Die Kinder verkaufen auch und die Babys haengen in Tuechern auf dem Ruecken, auf auf den Ruecken ihrer vielleicht 6 Jahre alten Schwestern. Es gibt sehr viele Schmucklaeden mit wunderbaren Sachen, vor allem viel Bernstein. Ein Juwelier hatte eine gutgmachte Ausstellung im Laden mit allerlei Kuriositaeten. Zum einen wird der Bernstein virtuos zu Schnitzarbeiten verarbeitet. Zum anderen finden sich diverse Einschluesse (ihr wisst, dass Bernstein ein erstartes Baumharz ist), die von Froeschen uber Skorpione, Gottesanbeterin, Schaben, Muecken und sogar Saeugetierhaaren reichen! Viele Auslaender haben sich hier niedergelassen und sorgen fuer eine weltoffene Atmosphaere. Es gibt israelische und oesterreichische Restaurants, Biobaecker, fair gehandelten Kaffee, Reaggaeschuppen, Alternativkinos und was das Herz sonst noch begehrt. Da koennte man sich schon vorstellen, zu wohnen.
Ich habe einen Tagesausflug zu den Wasserfaellen Agua Azul und zur beruehmten Mayastaette Palenque unternommen. Die Wasserfaelle waren vor allem deswegen gut, weil man huebsch erfrischend baden konnte.Palenque war wirklich spektakulaer. Meisterhaft haben die Mayas jede Menge Bauten im Regenwald errichtet, selbstverstaendlich alles mit Geheimtueren und astronomischen Raffinessen. Leider waren wir genau Mittags da und die Gefahr eines Sonnenstichs besteht durchaus. Ausserdem waren die Treppen sehr steil und die weissen glatten Steine blenden. Von so einer Tempeltreppe will man nicht runter fallen, aber auf meine Flipflops lass ich nix kommen....
Die Maya haben uebrigens ihren KIndern die Schaedel abgepalttet, damit die Trageriemden der Lastkoerbe besser halten..
Das Beste waren dann noch die Bruellaffenim angrenzenden Dschungel. Die Kerlchen sind gar nicht so gross, machen aber Laerm fuer ein ganze Rudel Loewen und Hunde.
Chiapas ist natuerlich auch Zapatisten-Bundesstaat. Benannt nach Emilano Zapata, Fuehrer in der Revolutionsbewegung in Mexico um 1910. Es handelt sich um eine Art Guerrilliaeinheit, die fuer mehr Rechte und selbstbestimmtes Leben der Indigenas kaempft. So ganz versteh ich die Ziele im Einzelnen nicht. Zum einen wollen sie wohl ohne grossen Einfluss des Staates leben, zum anderen fordern sie bessere medizinische und soziale Versorgung. Zum ersten Mal sind sie 1994 oeffentlich in Erscheinung getreten und es hat leider viele Tote gegeben. Allerdings wohl mehr der Regierungsseite geschuldet. Die hat wie ueblich viel vertuscht und erheblich anders geredet als gehandelt. Wie es aussieht haben sie fuer die Indigenas einiges erreicht (zB Kindergeld) und sind Ikonen in Chiapas.Ich habe einen Dokumentarfilm darueber gesehen und es macht einem schon Gaensehaut, wie viel Wut sich da aufgestaut hat und mit wieviel Entschlossenheit die Zapatistas bei der Sachen sind. Grundgedanke ist, dass das Land denen gehoert, die es bearbeiten. Wie es aussieht, verjagen Grossgrundbesitzer die Indigenas immer mal wieder von ihren Fleckchen Land. Aber wohin? Das ist nicht nur "Spassdemonstrieren", da gehts ans Eingemachte. Da merkt man wieder, wie gediegen wir leben. Keiner muss darum kaempfen, seine Waesche nicht mehr im eiskalten Fluss waschen zu muessen.
In Chiapas' Hauptstadt Tuxtla Gutierrez hab ich mir den schoenen, grosszuegig angelegten Zoo angekuckt. Sehr interessant fand ich das Spinnen- und Schlangenhaus. Da gibt`s ja Tiere, da will man nie wieder barfuss spazieren gehen.
Jetzt bin ich in Puerto Escondido an der Kueste Oaxacas. Hier gibt´s beruehmte grosse Wellen, von denen ich mich fern halte.Ich versuche mich mit begrenztem Erfolg an den kleineren. Mittags herrscht hier die uebelste Hitze, die mir bisher begegnet ist. Heiss, schwuel, laehmend. Von 11 bis 3 liegen selbst die Strassenhunde im Schatten und ruehren keine Pfote. Ich liege derweil komatoes auf meinem Bett. Abends koenne ich mir koestlichen, frischen Fisch. Herrlich. Dei Frauen tragen hier mehr ihre Lasten auf dem Kopf, freihaendig natuerlich. Ich uebe schonmal mit meinem Brett auf (nicht vor) dem Kopf, brauche aber noch eine Hand. Trotzdem wandelt man gleich viel anmutiger daher!
Hier bleibe ich also den Rest meiner kleinen Rundreise verbringen bis es dann nach Chile geht.Strandfotos gibt's leider keine, weil ich die Kamera nicht allein am Strand liegen lassen will.

Aloha nui loa,

Eva

Samstag, 21. März 2009

Oaxaca y Cañon del Sumidero

Hola, nun bin ich also als Tourist unterwegs und werde versuchen, euch teilhaben zu lassen. Zunaechst bin ich von DF (Mexico City) aus mit dem Bus uebernacht nach Oaxaca gefahren. Das Busterminal ist groesser und wuseliger als manche Flugahefen. Und schon an diesem Punkt war ich froh, nun ein wenig Spanisch zu sprechen. Auch ansonsten erhoeht es den Reisepass, da ich mich mit den Leuten unterhalten kann. Vor allem Kinder sind sehr kommunikativ. Jedenfalls war mein Warten auf den Bus ein kleines Spektakel, da jede Sorte von Leuten unterwegs ist. Transportiert wird von Ziebelsaecken ueber Vierersets Kleinbusreifen und Kisten, die wie ein ganzer Haushaltsumzug aussehen alles. Auch reisen viele kleine Kinder mit, die das aber anscheinend gewoehnt sind und die der ganze Rummel kaum stoert. Das Grossgepaeck wird wie am Flughafen abgegeben und das Handgepaeck wird (grob) durchsucht. Nach Besteigung des Buses wird dann jeder Passagier per Kamera aufgenommen und einen borachito (Betrunkenen) haben sie auch sanft aus dem Bus geleitet. Sieht also aus, als ob ernsthafte Sicherheitsbemuehungen im Gange sind.
Gut, so eine Nachtfahrt ist nicht uebermaessig erholsam und am naechsten Morgen bin ich im Halbtran in Oaxaxa angekommen. Zufaellig bin ich in eine riesige Indigena-Demonstration reingeraten. Das heisst, Tausende indigene Mexicaner haben protestiert. Fuer weniger staatliche Repression, mehr soziale und medizinische Versorgung und wahrscheinlich noch mehr, was ich wohl nicht verstanden habe. Das Verhaeltnis zwischen den Indigenas und der mexikanischen Regierung ist irgendwie schwierig und beduerfte laengerer Erlaueterung, aber da fehlt mir das Hintergrundwissen. Ich kam mir wieder etwas doof vor, mit meinem Rucksack und meiner offensichtlichen Spass- und Luxusatituede waehrend Frauen mit Kindern auf dem Ruecken und aermlicher Kleidung fuers Noetigste kaempfen...Viele trugen ihre Trachten, schoen anzusehen, aber ich wollte nicht fotografieren. Sorry.
Untergekommen bin ich in einem ruhigen und netten Hostel (Bild mit Haengematte)und habe dann die koloniale Stadt erkundet. Sehr huebsch, die Haeuser leuchten in den kraeftigsten Farben, gelb, orange, violett, blau, pink und gruen. Auch viel weiss und Bogengaenge rund um den Zocalo (zentrale Plaza). Die Maerkte quellen ueber von Obst, Gemuese, getrockneten Chilis, Samen und Bohnen, Fleisch. Es gibt koestlichen Kaese. Ausserdem verschiedenste Waren aus Ton, Leder, Gewebtes, Kostueme fuer Kindergeburtstage. Es sieht zwar alles schoen aus, aber ich kann ja gar nicht soviel trage, ausserdem wohin damit? Der Schmuck ist allerdings wirklich schoen. Es gibt natuerlich die billigen Strassenstaende, aber auch teure (teurer) Gold- und Silberschmiede. Stilistisch gibt es alles Moegliche aber vor allem auch opulente aztekisch gepraegte Ketten und Ohrringe mit viel Metall und Koralle, Tuerkis, Malachit. Wirklich schoene Sachen, die man mit viel Wuerde und Eleganz tragen sollte. Oaxaca war mein bisher touristischste Ziel, viele Deutsche, Franzosen und ein paar Amis.
Ich habe einen Tagesausflug zur (vor allem) aztekisch gepraegten Ruinenstaette Monte Alban gemacht. Sehr beeindruckend, wie akurat, majestaetisch und dauerhaft die gebaut haben!! Natuerlich sind immer noch nciht alle versteckten Geheimnisse gedeutet, aber ich war stolz, die spanischen Texte im angrenzenden Museum verstanden zu haben! Sehr interessant fand ich ja, dass vor Tausenden Jahren schon OPs am Hirn vorgenommen wurden, man hat Schaedel mit Loechern gefunden. Ausserdem haben sich manche Frauen die Zaehne gefeilt und Edelsteine eingesetzt. Dagegen ist ja die Mode, sich Glitzerzeug auf die Zaehne zu kleben, fast lachhaft. Haha.
Etwas noerdlich von San Cristobal las Casas habe ich einen Bootsausflug in einem Cañon gemacht. Die Felswaende ragen bis 1000 m empor, ja hoert meine norwegischen fjordverwoehnten Freunde. Wieder kam ich mir schlecht vor, denn wir sind mit einem lauten Schnellboot durch die Gegend gedonnert, vorbei an Muellansammlungen im Wasser. Trotzdem konnten wir Komorane, Reiher, Pelikane, Greifvoegel und ein Krokodil sehen. Ein sehr beeindruckender Cañon, schade, dass soviel Muell rumschwimmt. Ein grosses Problem in Mexico.
So, jetzt hab ich euch ein Ohr abgekaut und bin auch schon in San Cristobal in Chiapas. Hier ist ebenfalls viel los, davon demnaechst mehr.

Ich hoffe, euch geht es gut.
Aloha nui loa,

Eva




Dienstag, 17. März 2009


Ich bin zurueck in Mexico. Ein komisches Gefuehl. In Hilo bin ich mit ziemlich vielen Traenen im Knopfloch losgefahren und dann morgens im Halbtran in Mexico City angekommen. Dann gings weiter nach Morelia und jetzt bin ich gerade meine Companera in meinem Dorf besuchen. Gleich fahre ich aber weiter nach Mexico und dann gehts auf Touristenfahrt nach Chiapas und Oaxaca. Das wird wohl das Touristischste werden, was ich seit Beginn meiner Reise mache.Haha. So als klassischer Rucksacker. Naja, zum Glueck verstehe ich ein wenig Spanisch und mache mich nur zum Halb statt Vollidioten.Mein Spanisch kommt langsam zurueck und ist natuerlich schauderhaft.
Ich vermisse das Meer schon nach ein paar Tagen...An die Kueste werde ich es wohl hier nicht schaffen, denn die Distanzen sind doch betraechtlich.


Soweit so gut.
Aloha nui loa,

Eva

Mittwoch, 11. März 2009

Shake it baby!

Willkommen zu meinem letzten Eintrag von Hawaii. Das Wetter bleibt bis zum letzten Tag garstig, so dass ich leider keine Abschiedswelle mehr reiten kann. Dafuer gab es gestern ein kleines Erdbeben, das erste meines Lebens! Staerke 4 (Richterskala)und die Scheiben haben gewackelt. Passiert ist nix, hab nichtmal meinen Kaffee verschuettet.
Heute gab es noch eine Schmunzelgschichte (zumindest hinterher). Was denken sich bestimmte Autohersteller bei der Programmierung ihrer Zentralverriegelung, fragt man sich. Wir parkten auf einem Supermarktparkplatz und wollten unter dem Auto was nachkucken. Zu diesem Zweck musste der Motor allerdings laufen. Ihr ahnt es schon. Beim Schliessen der Tuer hat sich das beknackte Auto komplett verriegelt. Wenn das allein nicht schon herrlich ist, dann umsomher mit laufendem Motor. Schoener Mist. Gluecklicherweise war noch ein Freund im Hause und kam innerhalb von 30min mit einem Zweitschluessel. Trotzdem unerquicklich. Das Beste waren aber zwei alte Damen, die unabhaengig voneinander neben uns parkten. Beide hatten die unterhaltsame Situation blitzschnell erfasst. Die eine meinte "Don't you just hate when that happens?" (Well, no, it's actually quite an enjoyable pastime.)Die andere war noch besser:" A second key would help, wouldn't it." (Thank you so much for pointing it out.) Naja, die Kommentare hab ich mir nur gedacht denn die beiden waren eigentlich nett. Und wir waren nicht unter Zeitrdruck, sonst waere ich den Ladies vielleicht an den Kragen gegangen.

Ich hoffe, ihr schliesst euch nicht ein oder aus.

Aloha nui loa,

Eva

Samstag, 7. März 2009

Aloha, auf vielfaeltig Nachfrage kommen nun ein paar Infos zum weiteren Reiseverlauf. Nachste Woche fliege ich wieder nach Mexico und werde da weitere 2 Wochen verbringen. Was ich da mache, werde ich flexibel entscheiden. Danach geht es fuer einen Monat nach Chile, wo ich meine Eltern treffe. Ich hab mal nachgerechnet, es duerften ungefaehr reichlich 10 Jahre her sein, dass wir zusammen im Urlaub waren... Naja, ich hoffe, ich kann mit meinem Spanisch weiterhelfen. Am meisten freue ich mich auf Rapa Nui (Osterinesel). Wenn nicht der Chileurlaub schon geplant waere, haette ich eine guenstige Gelegenheit wahrnehmen und Tokio besichtigen koennen. Ich will indes nicht klagen :-)
Tja, und Anfang Mai schlage ich dann in Berlin wieder auf. Ich freue mich einerseits, viele von euch bals wieder zu sehen. Andererseit koennt ihr euch vielleicht vorstellen, dass man sich ganz problemlos ans Reisen und das Meer gewoehnen kann. Wenn es nicht auf legalem Weg so schwer waere, hier zu bleiben,haette ich mir Hawaii fuer ein paar Jahre vorstellen koennen. Mexico eher nicht.
Ich bin schon zienlich traurig, weg zu muessen. Auch wenn gerade mal wieder eine Regenfront reingezogen ist, die fuer mindestens einen Monat reicht. Das Meer ist eklig und aufgewuehlt und ich hoffe, dass ich noch eine Abschiedswelle reiten kann. Im Video seht ihr P. , der an unserem Hausstrand Honoli'i auf seinem gelben fish board eine Welle mitnimmt. Auf dem Foto seht ihr Layla, die ihren pinken Kapuzenpulli ohne Klagen (er)traegt.

Aloha nui loa,

Eva

Mittwoch, 4. März 2009

Best things often

come by surprise! Aloha, ihr Lieben. Am Montag war ich auf Walbeobachtungstour. Das war ganz huebsch, denn natuerlich sieht man die Buckelwale aus groesserer Naehe. Allerdings waren sie ziemlich faul. Wir bekamen leider keine Spruenge zu sehen. Naja, war nicht des Captains Schuld, der hat seine Sache gut gemacht. Das Tollste kam nach der Tour! Wir haben schon bei der Ausfahrt aus dem Hafen die vielen spinner dolphins gesehen. am Hafen faellt wahrscheinlich immer mal ein Haeppchen fuer sie ab. Es sind uebrigens mindestens 100 Tiere. Wenn die ausfahrenden Boote Wellen erzeugen, sieht man die Delfine wie sie in Gruppen die Wellen reiten. Das macht ihnen echt Spass.
Jedenfalls sind wir dann an einem kleinen Strand am Hafen schnorcheln gegangen und sind mit den Delfinen geschwommen!!!Es klingt zwar schnulzig, aber ich haette ncith gedacht, dass ich das mal erleben wuerde. Man hoert sie schon, bevor man sie sieht. Sie schnattern und fiepen und knarzen, die Geraeusche habt ihr bestimmt schon mal in einer Tierdoku gehoert. Und dann tauchen sie im blauen Wasser auf und schwimmen elegant ueber einem und unter einem durch. Sie koennen natuerlich selbst waehlen, wie nah sie rankommen. Durch ihren Ultraschall wissen sie eh laengst, dass man da ist. Ich kann jetzt nicht gerade sagen, dass sie zum Kuscheln gekommen sind. Aber Angst hatten sie mit Sicherheit keine. Sie sehen wirklich toll aus, als ob der ganze Koerper ein einziger Muskel waere. Die spinner dolphins heissen ja gerade so, weil sie uebermuetig springen. Bei einem Sprung schaffen sie es, sich 7x(!) um ihre Laengsachse zu drehen!

Ein einzigartiges Schnorchelerlebnis.
Aloha nui loa,

Eva

p.s. Tut mir leid, dass die Videos aussehen, als haette ich versucht, im Morgennebel das Monster von Loch Ness zu filmen. Aber meine Kamera war auf vollem Zoom und die Lichtverhaeltnisse unguenstig.
Oben seht iht die Delfine und unten einen Buckelwal, der seine gigantische Rueckenflosse zeigt.