Mittwoch, 24. Dezember 2008

Mele Kalikimaka!

Frohe Weihnachten! God Jul! Feliz Navidad! Joyeux Noel!
Bei den Meisten (die ich kenne)ist ja jetzt schon Weihnachten. Und daher wuensche ich euch alles Gute zum Fest der Liebe! Ha. Ich weiss, das viele von euch weit weg von ihrer Heimat wohnen. Ich wuensche euch also eine schoene Zeit mit Familie und alten Freunden, gemuetliche Plauderstunden und viel Zeit, die Fuesse hochzulegen.

Ich bin dieses Jahr am weiter weg von zu Hause als ich je war. Aber ich denke feste an euch und so richtig in Weihnachtsstimmung bin ich eigentlich gar nicht. Zu warm, zu viele Palmen.
Dennoch habe ich mir heute was Schoenes geschenkt: ein Surfbrett. Mit dem anderen konnte ich wirklich nichts reissen. Jetzt bin ich stolze Besitzerin eines kleinen second hand longboards! Direkt nach dem Kauf bin ich gleich in die Wellen gepaddelt und habe endlich ein paar Wellen bekommen! Tolles Gefuehl. Was die Actionbilder angeht, muss ich erstmal passen. Meistens ist eben keiner mit Kamera am Strand und ausserdem sind meine Kuenste ...aehh..bescheiden. Aber die naehcsten Tage sollen gross werden, da kann ich vielleicht mal ein Filmchen von den Koennern am Strand machen.
Nun gut. Frohe Weihnachten also, ihr wisst, dass ich an euch denke.

Aloha y cuidanse mucho,

Evita

Montag, 22. Dezember 2008

Aloha,

ihr Lieben! Endlich ein paar Zeilen aus meinem Winterquartier. Ich wohne also zur Zeit in der Naehe von Hilo in einem grossen Haus mit 4 Freunden, einem Hund und 4 Katzen. Letztere sind, wie man politisch korrekt hier so sagt, "mentally challenged". Besonders der dicke Thomas hat einen an der Klatsche, ist aber dennoch eine reizender Kater! Die Maedels und Jungs hier im Haus sind wirklich nett und lassen es auesserst gediegen angehen.Ich habe zwei Bilder mit Blick von meiner Terasse mit reingestellt. Nicht zu uebel, oder? Man muss zugeben, dass hier aber Winter, sprich Regenzeit ist. Um so mehr auf dieser Seite der Insel.Nunja, bei mindestens 20C (Celsius muss man ja dazusagen..) und frischen Bananen aus dem Garten will ich nicht klagen. Ueberhaupt sind die Jungs hier sehr fleissig im Garten und so konnten wie schon wuerziges Pesto mit jeder Menge frischem Basilikum machen. Ansonsten binb ich sehr froh, wieder mehr ueber meinen Speiseplan bestimmen zu koennen. Die mexikanische Kueche ist sehr lecker, das mich bitte keiner falsch versteht. Zumal ich ja fast nur frische, hausgemachte Koestlichkeiten geniessen durfte. Trotzdem ist es angenehm, die Zuckerzufuhr wieder auf ein normales Mass zu reduzieren und ebenso den Fleischkonsum. Mein Haemoglobin ist wahrscheinlich noch fuer die naechsten Jahre eher an der oberen Grenze anzutreffen ;-)
Der Kulturschock macht sich schon etwas bemerkbar. Ich entspanne hier wieder etwas. In Mexico musste ich doch immer auf meine Aussenwirkung und soziale Auswirkungen meiner Auesserungen und meines Tuns achten.Ist ja nicht so, dass ich mich normalerweise wie die Axt im Walde benehmen wuerde. Aber in Mexico gelten einfach sehr unterschiedliche Normen. Hier kann ich mich wieder in meinem gewohnten Rahmen bewegen. Das tut sehr gut. Gut tur auch, wieder weniger Klamotten anziehen zu muessen. Shirt und Shorts reichen meist, abends oder nach dem Surfen auch mal nen Pulli.
Apropos Surfen. Diesmal faellt es mir wesentlich schwerer als im Sommer. Die Wellen sind fuer meine Verhaeltnisse recht gross, die locals sehen das natuerlich anders,haha. Ausserdem kommen sie nicht so schoen gleichmaessig rein sondern fuer mich sieht es aus wie eine grosse Suppe, in der jemand wild rumquirlt. Die erste Herausforderung ist also, erstmal ins line up zu kommen (das ist dort, wo alle hocken und auf die Wellen warten). Da ich kein kleines Brett habe, kann ich nicht gut durch die Wellen durchtauchen. Ich hoffe meistens, das sie mir nicht genau ins Gesicht brechen. Mal so gesprochen. Also habe ich bisher mehr rungepaddelt und mich mit meinem Brett vertraut gemacht. Es ist etwas kleiner als im Sommer und damit etwas instabiler.Unser Strand heisst Honolii und die Leute sind freundlich. Das ist von grossem Vorteil, wenn man manchmal sein Brett noch nicht komplett unter Kontrolle hat. Verletzungen sind fast ausgeblieben bisher, wenn man mal von ein paar Prellungen, Schuerfungen und Schnitten in den Fuessen absieht. Dank meiner Hausapotheke hab ich es glaub ich ganz gut im Griff.
Schoen ist auf jeden Fall, wenn man auf dem Brett sitzt, und die Schildkroeten beobachten kann.:-)
Liebe Freunde, ich werde jetzt ein staerkendes Fruehstueck einnehmen und dann mein Gleuck erneut in den Wellen suchen.
Ganz liebe Weihnachtsgruesse und much Aloha,

Evita

Tambien muchos saludos a Michoacan y Chipas. Cuidanse mucho!

Montag, 15. Dezember 2008

Aloha..

..bin wieder auf Big Island gut angekommen. War eine lange Reise, die 4 Flughaefen und eine Flugverspaetung beinhaltete. Hier regnet es gerade und so kann ich in aller Ruhe meinen jet lag auskurieren. Diesmal werde ich keine Mangosaison mitnehmen, dafuer kommen gerade die Wale an. Da bin ich mal sehr gespannt.
Freu mich schon aufs Surfen.
Ganz liebe Gruesse und much Aloha,

Evita

Samstag, 13. Dezember 2008

Janz schnell

bin gerade in LA und starte nachher nach Honolulu durch. Alles gut, auch wenn mich die Fragerei immer nervt. Paranoia sag ich nur.
Liebe Gruesse und Aloha,

Evita

Montag, 8. Dezember 2008

The butterfly effect

Haha, vielleicht sollte ich oefter mal Filme ohne Erklaerung reinstellen und zur Deutung freigeben. Was da rumflattert ist jedenfalls nicht Herbstlaub sondern die maripositas monarcas. Am Wochenende haben wir die legendaeren Monarchfalter besucht. Es handelt sich um die Extremsportler unter den Wanderfaltern. Im Rahmen ihres ausgekluegelten Lebenszyklus wandert jedes Jahr eine riesige Population von Kanada und den USA in eben jenes Refugium in Michocan.Auf ueber 3500 m Hoehe rasten die Tiere und starten einen neuen Fortpflanzungszyklus, viele sterben aber auch und bedecken den Waldboden.Was auf dem 2. Bild wie braune Aeste aussieht, sind Trauben von Schmetterlingen. Mit zusammengeklappten Fluegeln sehen sie eben braun aus. Wenn es morgens warm wird, fliegen sie zu hunderten durch die Gegend. Ein beieindruckendes Schauspiel, zumal man die vielen Fluegel flattern hoert. Man fuehlt sich wie in einem Disneymaerchenfilm. Fehlt nur, dass ein rueschenbestrumpftes Maedchen mit einem pinken Sommerkleid froehlich singend vorbeihuepft. Die Schmetterlinge stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in den angrenzenden Bergdoerfern dar. Ich denke, das traegt dazu bei, dass sie die Tiere zu schuetzen versuchen. Die Rastplaetze der Kolonie werden absperrt und es gibt viele Infotafeln.Wenn die Schmetterlinge naemlich nicht mehr kommen, hat es sich auch mit den Touristen ausgespielt.
Ansonsten verlasse ich Mexico am Samstag Richtung Hawaii. Ich freue mich riesig aufs entspannte Inselleben und das Surfen. Nicht dass ich hier Stress haette, aber manche Mexicaner koennen einem gelegentlich den Nerv rauben. Momentan habe ich nicht die Ruhe zu einem reflektierten Abschlussbericht. Kommt spaeter. Vor dem Abflug werde ich noch 2 Tage bei einer Freundin in DF (Mexico City) unterschluepfen.Am 12. Dezember ist ein weiterer wichtiger Feiertag: unglaublich viele Menschen werden zur Basilika pilgern um der Virgen de Guadelupe zu huldigen. Soll recht beeindruckend sein. Leider muss ich sagen, dass ich seit den Anschlaegen in Morelia nicht viel Lust verspuere, mich in grosse Menschenmassen zu begeben. Man weiss ja nicht, was in den Terroristenkoepfen so vor sich geht.Also werde ich wohl ein paar Kulturhaeppchen mitnehmen stattdessen.
Heute werden wir versuchen,Plaetzchen zu backen. Mit den hiesig erhaeltlichen Gewuerzen kann es lieder nur eine schwache Kopie deutscher Weihnachtsbackkunst werden.Ich denke aber, die Beschenkten werden sich ueber die Geste freuen.
Ich wuensch euch allen eine schoene Vorweihnachtszeit!

Alles Liebe,

Evita