Hat rein gar nichts mit Mexico zu tun. Aber vielleicht koennt ihr drueber lachen, ich finde die zwei Buben aus Neuseeland witzig.
Hasta luego!
Dienstag, 21. Oktober 2008
Montag, 20. Oktober 2008
Tierra caliente - es wird heissssss
Die Tierra caliente ist im Prinzip die Landschaft, die ich mir fuer Mexico so vorgestellt habe. Manchmal ist es eben auch schoen, ein Klischee bestaetigt zu sehen. Die Sonne brennt heiss auf die Huegel und Berge und es wachsen stacheliges Gestraeuch und verschiedenste Kakteen.
Das Bild ganz unten stammt vom letzten WE und ist hier in der Naehe in Tzintzuntzan.
Ansonsten waren wir am Samstag noch kurz im Freiwilligenhaus in Morelia und haben den Erfahrungen einiger anderer Freiwilliger gelauscht. Und da muss ich sagen, wir haben es hier gut getroffen.
Eine Freiwillige stand beim Attentat in Morelia auch mitten im Geschehen und hat noch Probleme mit den Ohren wegen dem Knall. Ich muss sagen, dass ich wirklich froh bin, dass ich weit weg war. Sich im Ausland noch mit Aerzten und anschliessend er Krankenversicherung rumzuschlagen, ist wirklich kein Spass.
Wir werden jedenfalls von unseren Familien ruehrend betreut und so gut zu essen bekomme ich bestimmt erst wieder......naja, bei meiner eigenen Mutti. Lediglich der Bikini sitzt jetzt etwas straff.
In diesem Sinne. Meinem Freund M in Norge rufe ich zu: ab jetzt lasse ich den Loeffel Sahne nach dem Essen weg. :-)
Besitos an alle und natuerlich jede Menge Aloha,
Eva
Freitag, 10. Oktober 2008
Koerner, die die Welt bedeuten
Meine Grosseltern haben ja gefragt, was in der Schule so "abgeht" und ich werde etwas berichten. Unsere Schule hat ca 300 Schueler von 15 bis 19 Jahren. Es ist eine sog. "Prepa", d.h. danach sind sie praepariert fuer die Uni. Zumindest ist das das Ziel. Einige scheiden auch schon frueher durch Heirat und Kinder aus; durchaus schon mit 15 Jahren!
Wie so viele Dinge in Mexico, birgt auch die Schule fuer mich einige Widersprueche. So haben sie zum Beispiel einen Klassensatz an Computern. Auf der anderen Seite tropft es einem beim Unterrichten schon mal auf den Kopf (viele Haeuser haben undichte Decken), es fehlen Fensterscheiben und Heizung gibt es auch keine.
In dem Haus, wo wir gerade wohnen, ist die beste Dusche, die ich bisher hatte. Man stellt sich in einen Bottich und bekippt sich den Ruecken mittels einen kleinen Eimerchens mit Wasser. Herrlich. So aehnlich stelle ich mir das in diesen Norwegerhuetten vor - nur das es hier immer so ist.Die Arbeitsweise hier (ich kann ja nur fuer die Schule sprechen)ist fuer mich auch in einigen Aspekten gewoehnungsbeduerftig. Ich fand es zB schade, dass wir nicht detailliertere Infos fuer diese Bastelstrasse fuer die Kids bekommen haben. Wenn man alles mit etwas Weitblick vorbereitet, haben alle Beteiligten mehr Spass und es liesse sich Stress vermeiden. Das ist, glaube ich, der entscheidende Punkt hier. Material und Infrastruktur ist durchaus gegeben. Man koennte nur wesentlich mehr rausholen mit meh Planung. Soweit mein deutscher Standpunkt dazu.
Mein Spanisch reicht inzwischen fuer die taeglichen Gespraeche bei Tisch. Ich aergere mich selbst, dass ich nicht abends noch immer mal ein paar mehr Vokabeln nachschlage. Aber irgendwie bin ich schon so geasaettigt vom Tag - ich befinde mich ja sozusagen in einem 24-Sprachkurs. Naja- so ist (wuerde mein Capoeira-Trainer sagen).
Besitos und Aloha (haha, ich hab mir schon ein Surfbrett sciherstellen lassen fuer Big Island),
Eva
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Schwein am Spiess
Liebe Freunde,Was hat sich so zugetragen? Letztes WE waren wir wiedermal auf einer Kirchenfiesta, diesmal in San Juan Nuevo. Erinnert ihr euch an die Kirche mitten in der Lava? In besagtes Doerfchen wurden die Dorfbwewohner umgesiedelt. Und nun gibt es jedes Jahr ein fest um den Dorfpatron gnaedig zu stimmen. In der Kirche sah es ein wenig aus wie in der Rentnerdisko, den der Brauch fordert es, dass man sich mit jew 3 Schritten nach vorn und 2 zurueck dem Altar naehert. Wenn die Leute das rhythmisch machen, sieht es aus als ob sie in der Kirche tanzen.Ich bin immer wieder fasziniert von der tiefen Glaeubigkeit hier.
Das jetzige WE waren wir wieder in waermeren Gefilden.
Reiten, essen, nichts tun. Bitte seht selbst im Foto, warum man mich nur noch “das Cowgirl” nennt.Das Schwein aus dem lezten Beitrag ist inzwischen 9fache Mutter. Ich wollte ein Foto mit einem Ferkelchen schiessen. Sie sind wirklich putzig und glaenzen als waeren ihre Borsten aus Seide. Der Wicht hat aber gebruellt, als ob ich ihn dirket abstechen wollte und gezappelt hat er auch als ginge es ihm an den roas Kragen. Ich kann das beurteilen, denn genau das hat sich neulich im Nebenhaus geschehen. Schoen ist das Gebruell nicht, aber es erhoeht enorm den Respekt vor einem Steak auf dem Teller…So wird mir der Kreislauf des Lebens vor Augen gefuehrt.
Nun moechte ich kurz ueber einen kulturellen Unterschied reflektieren. Mir scheint, dass Beschaeftigung alleine hier nicht besonders populaer ist. Das ist fuer mich manchmal recht anstrengend, denn man muss eigentlich staendig praesent sein und sich ggf in der Gruppe langweilen.
Es kam ja die Frage nach unserer Unterbringung auf. Wir wohnen bereits in der 5ten Familie, weil wir jede Woche weiterziehen. das ist insofern sehr interessant, als das wir viele verschiedene Lebensweisen kennenlernen. Ich beurteile die Zimmer inzwischen nach Temperatur, ob es warmes Duschwasser gibt und ob ich mit A. ein Bett teile oder ein eigens habe. Sie klaut mir immer die Decke und aus Platzmangel hab ich mir letzens den Arm verrenkt. Die Familien sind alle sehr nett und wir plaudern immer ueber Deutschland und die Unterschiede zu Mexico. Immer ein Thema sind die USA, denn jede Familie hat einige Mitglieder, die in den Staaten arbeiten. Die ueberwiegende Mehrheit natuerlich illegal, die meisten sind in Californien, Texas oder Illinois (Chicago).
Ja, da fuehle ich mich manchmal auch beschaemt, dass ich quasi zum Spass durch die Weltgeschichte reise.
Wir werden wohl dieses WE mal versuchen einen deutschen Apfelkuchen zu backen.
Viele liebe Gruesse,
la gallina feliz
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