Donnerstag, 26. Juni 2008

Mixed

Ich melde mich zurueck aus einem schoenen Campingwochenende in Pololu Valley. Leider gehen die Fotos gerade nicht hochzuladen, deshalb bekommt ihr ein paar aeltere zu sehen. Wir waren mit 20 (!) leuten zelten in einem Tal im Norden der Insel. Nach einem steilen Abstieg befanden wir uns an einem idyllischen Strand mit einem Kiefernwald zum Zelten und grillen. Einige Leute hatten ihr Surfbretter mit uns auch ansonsten war es hawaiianisch. Es ist herrlich, eine kleine Wanderung zu unternehmen und mit einem ganzen Sack voll Passionsfruechten, Mangos und Guavas wiederzukommen!Da niemand ein longboard mitgenommen hatte, hab ich mich mit body surfing begnuegt, aber das macht auch ziemlichen Spass. Die Straende sind alle bisschen mit Vorsicht zu geniessen. Erstens sind viele steinig und man kann sich ordentlich die Zehen anhauen und ausserdem gibt es manchmal Stroemungen und Strudel. Haie sind auf Big Island eher unproblematisch. Zum Fruehstueck heute morgen durfte ich ein Stueck hawaiiansich/amerikanische Kultur erleben im "Hawaiian Style Cafe" in Waimea. Die Leute lieben deftiges Fruehstueck, wo sich mir leicht der Magen dreht. Gebratener Speck, Unmassen Eier, Pfannkuchen (Eierkuchen so gross und dick wie Pizzas), paniertes Huhn und der Hammer ist Loco Moco. Es handelt sich um gekochten Reis, obendrauf einen Burger, ein halb rohes Spiegelei, gebratenes Fleisch und dann schoen gravy (fette Bratensosse) drueber.Wohlgemerkt zum Fruestueck. Ich hatte einen Pfannkuchen und wollte gerade einen schoenen Loeffel von der Eiskugel nehmen, die obendrauf thronte. Bis ich feststellte, dass es Butter war.. Baex! Hauptsache schoen fett und/oder suess. Naja, ich will nicht laenger drauf rumreiten, es gibt genuegend koestliche Optionen, um solche Erlebnisse zu umgehen.
Trotzdem ein toller Ausflug, Bild demnaechst.
Was gibt es heute zu sehen? Bild 1 zeigt meinen Weg von der Farm ins Dorf. Bild 2ist im Volcano Park, im Vordergrund ein verbrannter Ohia tree und im Hintergrund ein paar Buesche, die sich das Terrain zurueck erobern.Auf Bild 3 ist Gerrids Haus, wo ich am WE meistens zu Gast bin. Es ist ein altes Plantagenhaus, alles Holz ziemlich simpel, aber sehr stylisch. Wie viele Haeuser hier steht es auf "Stelzen" und hat dann eine Art Bretterzaun unten ringsherum. Meine Theorie zu den Stelzen ist, dass sie die Unebenheiten im Untergrund perfekt ausgleichen. Ich habe Haeuser in Lavafeldern gesehen und da hat wirklich niemand Lust, ein Fundament zu giessen, geschweige denn einen Keller zu meisseln. Die Jungs und Maedels haben unter dem Haus eine Werkstatt, wo sie Surfboards basteln. Man kauft sich zu diesem Zweck einen Rohling aus Schaum und schleift ihn in Form, bemalt das Ganze, umkleidet es mit fiber glass und setzt die fins (Flossen) ein. Fertig. Problem: wenn man nicht aufpasst, wird man ziemlich bloed im Kopf davon. Die Materialien setzen daempfe frei, die jedem Organikpraktikum im Pharmaziestudium Konkurrenz machen.Zum Abschluss noch eine Anekdote aus dem Hilo Zoo. Die haben einen weissen Tiger dort spendiert von - richtig- Sigfried und Roy. Weil das arme Tier schielt, wollten sie ihn nicht haben, diese oberflaechlichen Schnoesel. Immerhin hat er es ziemlich gut in Hilo.
Ich hoffe, euch geht es auch gut.

Much Aloha Eva

1 Kommentar:

schubi hat gesagt…

die bilder sind total schön und was du über den schielenden weißen tiger zu berichten hattest, war äußerst amüsant :-)klingt nach totaler entspannung und viel spaß, den du da hast. viele liebe grüße (wir sind grad voll im umzugsstress)