ganz liebe Geburtstagsgruesse nachtraeglich an meine Oma Eva! Leider konnte ich diesmal keine Lei basteln, aber ich habe an dich gedacht. Ich hoffe, ihr habt beim Treppenbaecker ordentlich gefeiert! Vielleicht war es ja sogar warm genug, um eine Geburtstagsrunde im Pool zu drehen?
Die Internetsituation ist hier etwas schwieriger und mein Picasa haut auch nicht so hin. Also habe ich ein paar Fotos von meiner Rundreise ausgewaehlt.

Bild 1 zeigt Halemaumau Crater auf dem Kilauea Vulkan. Wie gesagt, gibt er in letzter Zeit maechtig Gas. Hahaaaaaha. Ist bisschen schade, dass ihr schlecht einschaetzen koennt auf dem Foto, wie gross das Ganze its. Ziemlich gross. Auf Bild 2 geniesse ich sozusagen die Fruechte unserer Arbeit. Wir hatten eine kleine Kokospalme gefunden und uns mittels Raeuberleiter der Frucht bemaechtigt. Man muss feste drehen, um sie abzubekommen. Anschliessend haben wir sie mit roher Gewalt geoeffnet.

Die Kokosmilch ist zwar recht geschmacklos, aber erfrischend. Es ist uebrigens nicht das weisse Zeug aus der Dose sondern eine klare Fluessigkeit. Bild 3 ist selbsterklaerend.

Bild 4 ist einer der schoensten Plaetze, die ich bisher gesehen habe: Puuhonua o Honaunau. Auch City of Refuge genannt. Es ist einer der Orte, an dem Kapu-Brechern Zuflucht und Vergebung gewaehrt wurde. Kapus waren strikte Tabus/Verbote in der alten, ziemlich straff organisierten hawaiianischen Gesellschaft. Kapus regelten allerlei Lebensbereiche. Z.B. war es Kapu, wenn der Schatten eines Rangniederen einen Ranghoeheren (Alii) beruehrte. Oder wenn Frauen Bananen assen. Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei. Kapubrecher waren eigentlich dem Tod geweiht, da sie vom ganzen Dorf und der Familie zwecks diverser Toetungsrituale gejagt wurden.

Immerhin galt es, Erdbeben, Vulkanausbrueche, Tsunamis und andere Unmutsbezeugungen der erzuernten Goetter zu vermeiden. Wenn es ihnen gelang, bis zum place of refuge zu schwimmen, durften sie als freie und unschuldige Mitglieder der Gesellschaft wieder gehen.
Das letzte Bild zeigt meinen Lieblingsbadeplatz in Hilo. Unnoetig zu erwaehnen, dass immer mal eine Schildkroete vorbei duempelt.:-)
Nun zu meiner neuen Farm: ich haette es besser nicht treffen koennen. Die ersten Tage habe ich mit der Nanny und ihren Freunden verbracht, weil die Familie ja noch im Urlaub war. Der Freund der Nanny bewohnt ein altes Plantagenhaus (hier war viel Zuckerrohr) in Downtown Hilo. Dort ist Treffpunkt fuer alle, so dass meistens 5-10 Leute auf der Veranda und rund ums Haus anzutreffen sind. Aktivitaeten beinhalten dummschwaetzen, Stadtbummel, surfen, Surfbrett basteln, baden gehen, grillen, Gitarre spielen usw. Anscheinend macht selten jemand was alleine und so ist meistens eine Gruppe unterwegs, Alle sind sehr freundlich und ich kann immer mit irgendwo in den Pickup springen und mit surfen gehen. Ganz grosses Kino! Das Paerchen, dem die Farm gehoert ist auch sehr nett und voellig unkompliziert.

Am ersten Tag hat mir der Hausherr erstmal klar gemacht, dass Pause machen ganz wichtig ist und dass wir ueberhaupt ganz dringend surfen gehen muessen. :-) Heute abend kommen die drei kleinen Soehne aus dem Grosselternurlaub wieder und dann ist das Haus voll. Zum Schlafen hab ich mein eigens kleines Haeuschen im Garten. Manchmal schaut meine Nachbarin, Ms. Piggy die Sau, vorbei. Sie ist ein praktisches Haustier, denn ich muss eigentlich nie zum Kompost laufen. Ausser Zitronen und Passionsfruechte frisst sie fast alles.
Soweit erstmal fuer heute. Mutti: ist die Postkarte angekommen?
Ich hab schonmal Bananen und Papayas kalt gestellt. Den ersten Smoothie trinkich auf meine Oma und den zweiten auf Celine und Schubi. Prost.
Ganz liebe Gruesse und much Aloha,
Eva
5 Kommentare:
da warst du ja ganz schön wortkarg ;-) egal- die bilder sprechen für sich. übrigens: so wie du, würde ich auch gern mal im bikini aussehen! vielleicht sollte ich ebenfalls auf mangodrinks umsteigen ;-)
viele liebe grüße zu den rauchenden vulkanen...
Ach endlich ein paar Bilder! ;-) Meine Güte, bist du aber braun geworden! Wie ist es denn auf der neuen Farm? Ich hoffe, es geht dir gut (das strahlen jedenfalls die Fotos aus! Freches Mädchen mit den Holzmännern!).
Hoffentlich erzählst du bald etwas, wortkarger Wolfram!
Ganz liebe Grüße aus dem Bundesland zwischen Thüringen und Brandenburg!
Céline
Hi, Evchen!
Schön, wieder so einen kurzweilig geschriebenen Reisebericht von Dir lesen zu dürfen!
Was die angekündigte Karte betrifft, so ist sie bis heute noch nicht eingetroffen. Aber ist eben auch arg weit von der anderen Seite der Erde. Wird schon noch werden! Wir freuen uns sehr, dass Du es bisher so gut getroffen hast. Also nimm’ Gelegenheit und lade deine „Akkus“ nachhaltig auf!!!
Liebe Grüße von zu Hause
Hi Eva, ich glaub ich bin drin!!!
Du scheinst gedanklich wirklich am anderen Ende der Welt zu sein-werde dafür sorgen, dass Du Dich nicht ganz von der "Realität" entfernst und Dich mit pharmazeutischen Wichtigkeiten auf dem Laufenden halten :-)
Ganz liebe Grüße
Moni
Liebes Evchen,danke für Deine lieben Glückwünsche!Es war ein ziemlich anstrengender Tag mit 30 Anrufen,Besuchern und am Abend beim Treppenbäcker mit den 10 nächsten Freunden.Es gab ein sehr gutes Abendbrot.Deine Mutti hatte eine Schachtel mit italienischen Antipasti geschickt und Bärbel eine Kosmetiktasche mit Inhalt.Auch sonst bekam ich viel Kosmetik von Kopf bis Fuß und viel Blumen.Wir haben uns sehr über Deine letzte Nachricht und die Bilder gefreut.Wir wünschen Dir weiter viel Freude und gute Gesundheit.Viele liebe Grüße
von Oma und Opa.Von mir gab es natürlich auch rote Rosen.Tschüß Opa.
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